Sandsturm, Regendusche und zum Abschluss lacht die Sonne

Nord-Holland

Am Samstag ging es für uns weiter in den Norden, in die Region Nord-Holland. Die Küste haben wir stundenlang nach tollen Campingplätzen abgesucht, aber leider für uns nichts passendes gefunden. Wir wollten nicht in den „Hochburgen“ unter kommen, sodass wir uns dafür entschieden haben „Strecke“ zu machen. Schließlich haben wir uns für einen Campingplatz von Ardoer in Callantsoog, Nord-Holland, entschieden. Das war eine super Entscheidung, die wir nicht bereut haben. Als wir die Mappe mit dem einzig freien Platz erhalten haben und Mathias mir gesagt hat, dass er den Platz genommen hat war ich zuerst nicht begeistert von der Entscheidung. Das war die Parzelle, die ich tatsächlich als letztes genommen hätte und war für mich definitiv ein Grund einen anderen Campingplatz zu suchen. Nach vier Tagen kann ich sagen, es war der beste Platz auf dem Campingplatz. Wir hatten eine Hecke und nur einen Nachbarn – somit unsere Ruhe. Alle anderen Plätze hatte keine Hecke zwischen den Nachbarn und hingen sehr aufeinander. Wir sind nicht die klassischen Camper, die gerne Abends noch mit den Nachbarn ein Bierchen trinken. Wir lieben es den Abend mit einem leckeren Essen und Spiel ausklingen zu lassen und genießen die Zweisamkeit . In Zeiten von Corona ist das auch garnicht so schlecht 🙂

Callantsoog Strand.
Vom Campingplatz ist der Strand sehr gut zu Fuß, mit dem Fahrrad und auch mit dem Auto zu erreichen. Wir sind jeden Morgen an den Strand gefahren, da Felix uns nie länger als 7 Uhr schlafen gelassen hat. Damit wir die Nachbarn nicht wecken und auch Aaron etwas davon hatte, sind wir an den Strand gefahren. Es war super, da der Strand bis auf vereinzelte Frühaufsteher sehr leer war. Ab dem zweiten Tag haben wir uns getraut Aaron frei laufen zu lassen, er hatte so viel Spaß endlich noch einmal frei laufen zu können. Gott sei Dank, ist er tatsächlich auch immer wieder gekommen. Der Hunger war groß 🙂

Faszinierend finde ich es, wie schnell sich das Wetter an der Küste verändert. Wie eine Wolke von weitem toll aussehen kann und nach 10 Minuten sitzt man klitsch nass im Auto und muss sich zu Hause mit einem heißen Tee wärmen. Das schlechte Wetter zieht sich leider wie ein roter Faden durch unsere ersten Wochen. Der Sturm in Scheldeoord, der Standsturm als Begrüßung in Callatsoog und die Regendusche am Strand. Wir haben die Hoffnung schon aufgegeben, als dann doch auf der Wetterkarte für Mittwoch die Sonne angezeigt wurde.

Das konnten wir zuerst nicht glauben und haben uns Mittwoch vom Gegenteil überzeugen lassen. Schnell haben wir an der Rezeption nachgefragt, ob wir noch eine Nacht länger bleiben können. Siehe da, das war überhaupt kein Problem. Den Sonnentag haben wir am Strand verbracht, da ich sehr gerne Mathias zeigen wollte, wie Felix sich auf das Wasser freut und so viel Spaß im Meer hat. Es war ein toller Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Zumal er auch bis jetzt der einzige Sonnentag im Urlaub war. Wir lassen uns davon jedoch nicht unterkriegen und sind weiterhin positiv, dass wir bald die Sonne etwas länger sehen werden – die Frage ist nur wann. Dennoch gehen wir jeden Tag unsere drei Runden spazieren und das tut allen sehr gut. Felix lernt somit sehr viel kennen und gewinnt neue Eindrücke. Auf einem Feld stehen Pferde, viele Wildgänse sehen wir und dann haben wir ein kleines Kalb entdeckt. Wir sind gespannt, was wir in den nächsten Wochen erleben werden und freuen uns auf Alles was noch kommt. Heute geht es weiter nach Lauwersoog (liegt in der Nähe von Groningen).

 

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